Auf Wiedersehen OSZine - Ein Nekrolog

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Ja es ist soweit. Nach über acht Jahren der täglichen Berichterstattung aus der Open Source Welt schließt OSZine heute seine Pforten. Die letzten Jahre waren sehr lehrreich, interessant und auch anstrengend.

Der Anfang
Angefangen hat OSZine eher als ein kleines Testprojekt. Bereits im Jahre 2000 war es hipp eine Website sein Eigen zu nennen. Zu diesem Zeitpunkt lief bei mir bereits gut 1 Jahr Linux auf dem Computer. Die Begeisterung über das freie System samt der riesigen Softwaresammlung war so groß, dass ich ein Teil der Open Source Community werden wollte. Und was lag da näher als eine eigene Seite ins Netz zu stellen? Eine Seite auf der ich meine Leser über Neuigkeiten aus der Open Source Welt auf dem Laufenden halten kann?

Nach anfänglichen Tests mit selbst erstellten PHP-Skripten und einigen News-Engines fiel die Wahl auf PHP-Nuke. Damit ging das jetzige OSZine am 28. Dezember 2000 an den Start. Im späteren Verlauf wechselte die Engine von PHP-Nuke auf Postnuke, um dann von Drupal abgelöst zu werden. Das tut noch heute seinen Dienst und ist eines der besten Open Source Content Management Systeme.

Der weite Weg
Den OSZine-Weg bin ich all die Jahre nicht alleine gegangen. Immer wieder gab es Gleichgesinnte, die auf OSZine aktiv wurden und ihre Beiträge hier veröffentlichten. Allen voran samuel, der von Anfang 2002 bis Anfang 2004 251 Artikel schrieb. Ende letzten Jahres stießen mit Andreas und freddy gleich zwei Schreiberlinge zu OSZine. Andreas hat seither 49 Artikel und freddy 18 Artikel veröffentlicht. Als vierte und fünfte seien noch steinefrenz und Arianef genannt. Mein Dank gilt natürlich auch allen anderen Schreiberlingen und Korrekturlesern, die mir bei der täglichen Arbeit geholfen haben.

Das OSZine nicht ganz umsonst war, belegen die Zugriffszahlen. Diese stiegen in den ersten Jahren rasant an um in den letzten eine etwas gemäßigter ansteigende Kurve mit kleinen Ausreißern nach unten einzunehmen. Auch die Kommentarfunktion erfreute sich in den letzten Monaten wachsender Beliebtheit.

Das Ende
Was treibt mich also dazu das doch recht gut laufende Projekt einzustellen? Um es kurz zu machen:

"Nichts ist älter als die Nachricht von gestern"

In Zeiten von kommerziell geführten Nachrichtenportalen, Blogs und Twitter ist das Internet ein sehr schnelles Medium, wenn es darum geht Neuigkeiten zu verbreiten. Da ist es sehr schwer, als mehr oder weniger Einzelkämpfer und Hobby-Journalist mit den Medien Schritt zu halten. Durch den immensen Zeitdruck, ständig aktuell zu sein um den Anschluss nicht zu verpassen, avancierte das Hobby-Projekt OSZine mehr und mehr zur Pflichtveranstaltung. Nicht zuletzt ist die Pflege einer Seite wie OSZine auch eine Zeitfrage. Nicht selten stecken 2 bis 3 Stunden meiner Freizeit täglich an Arbeit in dem Projekt. Immer abhängig vom Umfang der Neuerscheinungen in der Open Source Welt. Und die haben in den letzten Jahren enorm zugenommen.

Last but not least haben sich meine Interessen in der Open Source Welt etwas verschoben. Weg vom Nachrichtenschreiber hin zum Nachrichtenmacher. Soll heißen mein Interesse ist verstärkt Richtung Programmierung gegangen. Damit verdiene ich meine Brötchen und das ist meine große Leidenschaft (eine unter vielen ;-) ). So arbeite ich bereits seit Herbst 2004 an QSvn, einem grafischen Subversionklienten. Dieser wird natürlich auch etwas von der gewonnen Zeit abbekommen.

Aber genug von mir, zurück zum Thema:

Was wird aus OSZine?
Nun da bin ich mir im Moment noch unschlüssig. Es schwirren viele Ideen in meinem Kopf umher. Die reichen vom Verkaufen der Seite über das einfache Sterben lassen bis hin zu einem grandiosen Relaunch der Seite. Was wirklich mit OSZine wird, kann uns allein die Zukunft sagen.

Bleibt mir zum Schluss, mich noch einmal bei allen Schreibern, Helfern und Lesern für die tolle Zeit zu bedanken. Es war kein leichter dafür aber meist ein angenehmer, interessanter und vor allem lehrreicher Weg.

Chapeu!
Andreas Richter

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Kommentare

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[...] ist es vollbracht. Ich habe eben auf OSZine einen Abgesang veröffentlicht. Wie ich mich jetzt fühle? Nun. Da ist ein lachendes und ein weinendes Auge. Aber die Tränen aus [...]

Auf Wiedersehen

Schade, die Nachricht, dass es OSZine bald nicht mehr so geben wird, wie bisher, kommt sehr überraschend. Ich verfolge per Google Reader sehr viele Blogs und Newsseiten und lese Nachrichten oft mehrmals, da sie immer von verschiedenen Standpunkten aus gesehen werden. Meine Devise: "Um die Größe eines Objektes erkennen zu können, muss man immer mehrere Seiten betrachten."
So habe ich OSZine lieben gelernt: Im Vergleich zu anderen Blogs wurde hier viel mehr veröffentlicht, und ich hatte nie das Gefühl, etwas verpasst zu haben, wenn ich hier jeden Eintrag gelesen hatte. Generell gefällt mir die hier gewählte Schreibweise sehr gut. Das hier war die reinste Pioniersarbeit in der OpenSource Community, den es geht ja nicht nur darum, Codeschnipsel an eine Mailingliste zu schicken, nein, ich denke gerade die Nachrichtenportale und Blogs vieler begeisterter Fans wie hier sind das Gesicht der Community, und das sollte man immer wahren ;-).
Vielleicht wird hier ja etwas neues entstehen, ich würde mich sehr freuen.

Deshalb: Genieße erst einmal deine Freizeit, vielleicht gehts ja irgendwann weiter, ja vielleicht wird hier ja noch jemand wehmütig ;-).

Bild von Andreas

Sehr Schade

Hallo Andreas,

schade, das es mit oszine.de nicht weiter geht. Ich habe sehr gerne hier mitgewirkt.

Wünsche Dir viel Erfolg bei Deinen vorrangigen Plänen.

Beste Grüße
Andreas

schade, aber vielen Dank für die vielen Infos

Hallo,

schade, dass das Projekt aufhört. Aber zu diesem Anlass möchte ich gerne DANKE für die vielen Infos über die Zeit sagen. Außerdem bin ich auf SVN-Client gespannt ;-)

Ende

Jede hat seine Ende,aber wie sieht aus die ende

vielen dank fr die info.

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[...] Richter teilt mit, dass er OSZine, das Free und Open Source-Nachrichtenportal schließt. Leider, sage ich, aber [...]

Es ist so schade, dass diese

Es ist so schade, dass diese geniale Seite schließt. Aber es ist schön, dass sie verabschiedet und nicht einfach verschwindet.

*schnief* aber irgendwann

*schnief* aber irgendwann musste es ja so kommen - wurde ja schon oft genug angekündigt.

das war eine interessante Zeit.
Mitglied seit 6 Jahre 47 Wochen

Bis bald auf eine kühles Bier :-)

Sax

Na ja, vielen dank für OSZine

Na ja, vielen dank für OSZine und viel Glück mit künftigen Projekten!

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[...] Verfasst von anrichter am 4. Juni 2009 - 0:10 Tagged: OSZine Gut drei Monate nach meinem Abgesang von OSZine wird die Seite nun wiederbelebt. Es freut mich, dass sich mit Andreas Jürgens ein [...]

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